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Wolfram von Eschenbach - Parzival und die Welt der Ritter

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„Zum Schildes Amt bin ich geboren, und unverständig dünkt mich die Frau, die, wo ich nicht kraftvoll Kühnheit beweise, um meiner Sängerkunst mich liebt“. So hat Wolfram von Eschenbach (1170 bis etwa 1220) in seinem während der ersten zwei Jahrzehnte des 13. Jahrhunderts niedergeschriebenen Versroman „Parzival „ selbst charakterisiert. Und so, in der ganzen Pracht seiner Rüstung mit Panzerkleid und Waffenrock, Topf Helm und geschlossenem Visier, ist er auch in der Großen Heidelberger Liederhandschrift dargestellt. Doch Wolframs bis auf den Tag fortwirkender Ruhm gründet nicht auf irgendwelchen Heldentaten, sondern allein auf seiner dichterischen Hinterlassenschaft. Sie sichert ihm den höchsten Rang unter allen ritterlichen Sängern und Erzählern des deutschen Mittelalters und bleibt uns durch etwa 80 Handschriften überliefert. Daraus vor allem lässt sich auch sein 50 jähriger Lebensweg erschließen, der ihn von Franken aus durch Bayern und Schwaben, in die Steiermark und zum Hof des Landgrafen Herrmann von Thüringen führte. Längst gilt als unstrittig, wo Wolfram geboren wurde und begraben liegt: Im südöstlichen von Ansbach gelegenen Städtchen, das seit 1917 Wolframs-Eschenbach heißt. Einst wetteiferten fast 30 bayerische Ortschaften um solchen kulturhistorischen Lorbeer. Mitte des 19. Jahrhunderts bestellte Bayernkönig Maximilian II. schließlich eine hochkarätige wissenschaftliche Kommission zur Klärung des Sachverhalts. Ihre Gelehrten entschieden einstimmig zugunsten der mittelfränkischen Kleinstadt. Daraufhin stiftete ihr der König ein Denkmal des bekränzten Minnesängers mit Harfe und Schwert. Eine lange Kette früherer Beweise schließt die Aussagen des Schriftstellers Püterich von Reichertshausen und des Nürnberger Patriziers Hans Wilhelm Kreß ein. Sie haben um 1450 beziehungsweise 1608 noch das Grabmal des Dichters mit seinem Wappen im Eschenbacher Liebfrauenmünster gesehen. Erst seitdem sind alle weiteren Spuren verwischt. Sicher bezeugt ist die Autorschaft Wolframs für acht Minnelieder, deren lyrischer Schwung und Rhythmus mit ihrer ausgeprägten Sinnlichkeit korrespondieren. Den Gipfel ritterlicher Laiendichtung markieren jedoch die drei höfischen Epen. Ihre Stoffe entnahm der Franke Wolfram französischen Vorlagen, zuerst beim „Parzival“, diesem weit ausholenden Roman, der mit seinen 25 000 Versen alle bisherigen Maße übertraf. Spätere Generationen haben dieses Hohelied des Rittertums zuweilen den „Faust des Mittelalters“ genannt. Die große Roman Montage kreist um die Grals- und Artussage, erweitert sie aber paradigmatisch im Blick auf den höchsten Sinn menschlichen Strebens. Fragmente geblieben sind die beiden auf dem „Parzival“ Material basierenden Erzählungen „Wilehalm“ und „Titurel“, erfundene Dichtungen christlich – heroischen Inhalts. Summa summarum dürfte der Gesamtumfang von Wolframs Werk etwa 40 000 Verszeilen ausmachen.

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