Kulturelle Produktionen von Aladinfilm

Rilke Rodin - Eine Begegnung

Produktcode: AD2294
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  • Hersteller: Aladinfilm

1902 kommt Rainer Maria Rilke zum ersten Mal nach Paris. Der Anziehungspunkt für den jungen Dichter ist der 60 jährige Bildhauer Auguste Rodin. Rilke ist von den Skulpturen und dem Wesen des Meisters so fasziniert, dass er ein Buch darüber schreibt und Vortragsreisen unternimmt. Er versteht es, die einzelnen Werke, die er im Atelier bewundert, in seiner dichterischen Sprache in einmaliger Weise zu interpretieren. Nach Rilkes Beschreibungen entstand der Film an den Wirkungsstätten Rodins. In seinem Atelier in Meudon und im Pariser Rodin Museum. Rodin, der auch der Lehrer von Clara Westhoff war, soll die prägende Person in Rilkes nächstem Lebensabschnitt werden. Mit dem Auftrag, eine Monographie über den Bildhauer zu schreiben, begibt sich dieser im August 1902 nach Paris. Rodin ist 35 Jahre älter als Rilke, ein etablierter und vielbeschäftigter Künstler. Aber er nimmt sich Zeit für den jungen deutschen Dichter, der noch Probleme mit dem Französischen hat. Rilke ist bald ein regelmäßiger Gast in Rodins Atelier. Der Bildhauer vermittelt ihm sein Kunstverständnis und vor allem seine Arbeitsmoral: „Il faut travailler, rien que travailler, et il faut avoir patience“. Die Verschiedenheit der Temperamente belastet jedoch die Beziehung, und so kommt es 1906 zu einem Bruch. Man versöhnt sich und Rilke wird noch einmal Rodins Sekretär, 1907 folgt das endgültige Zerwürfnis. Zu ihrer Freundschaft weist Rodin ihn in die Kunststadt Paris ein. Mit ihrem unerschöpflichen Reservoir an schönen Eindrücken in Museen, Parks und Boulevards versorgt diese den Dichter mit Motiven für seine „Dinggedichte“, wie „Das Karussell“ oder „Archaischer Torso Apollos“. Rilke veröffentlicht diese Eindrücke in den Bänden „Neue Gedichte“ und „Der neuen Gedichte anderer Teil“.  Das Paris der Jahrhundertwende ist aber auch eine moderne, anonyme Metropole, an deren Rohheit Rilke zu zerbrechen droht, wie zuvor in der Militärakademie. Das Elend des mechanisierten Großstadtlebens ist ein Hauptmotiv des Romans „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“.

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